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Wie findet ein Pflegeheim neues Personal?

In Zeiten des Fachkräftemangels – unabhängig davon, welche Branche es betrifft – reicht es nicht mehr aus, das Recruiting kommunikativ auf dem Fakt aufzubauen, dass ein Unternehmen noch unbesetzte Stellen anbietet. "Wir suchen Pflegekräfte!" wäre zu plump und erzielt keine Aufmerksamkeit und somit auch keine Wirkung. 

Es braucht Ideen: auffällig, witzig, charmant und eben einfach etwas anders, sodass auch vermeintlich "Nichtsuchende" (passiv Jobsuchende) angesprochen werden und sich näher mit dem Arbeitgeber auseinander setzen wollen. Viertakt entwickelte einen umfassenden Ideenkatalog, aus welchem sich der Kunde für die nächsten zwei Jahre bedienen kann, um als Arbeitgeber kontinuierlich in der Öffentlichkeit präsent zu sein.

Das betrifft Content- und Videoideen für Facebook, welche durch Mitarbeiter und Bewohner leben, und auf Storys aufbauen, die mit den Zielen "Fanaufbau" und "Mundpropaganda-Effekten" konzipiert wurden. Neben diesen Social Media Ideen erhielt der Kunde zahlreiche Out-of-Home-Maßnahmen sowie innovative Messeideen, um mit wenig Budget große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erzeugen.

Standortproblem: Wie ein Arbeitgeber mit einer guten Idee seine schlechte Verkehrsanbindung kompensiert

Ein Arbeitgeber sollte niemals in seiner Stellenanzeige oder anderen Kommunikationsmitteln verheimlichen, dass er in der "Pampa" sitzt, wenn es denn so ist. Es kommt sowieso raus, frühestens bei der Suche via Google Maps und spätestens auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch. Es ist mehr die Frage, wie ein Arbeitgeber proaktiv, selbstbewusst und "intelligent" damit umgeht. 

Wir haben ASPIDA empfohlen, neuen und bestehenden Mitarbeitern ein besonderes, monatliches Goodie anzubieten: Eine spotify- oder audible-Premium-Mitgliedschaft. Ein Premium-Account bei dem Musikstreaming-Dienst bzw. bei dem Anbieter von Hörspielen ermöglicht es Mitarbeitern, die Fahrtzeit von Zuhause bis zur Arbeitsstelle sinnvoll zu nutzen: Mit einem Hörspiel, den aktuellsten Musikalben oder einem Spanisch-Sprachkurs wird die Fahrzeit mit dem Auto zukünftig sinnvoll und bereichernd. 

Die Spotify-Playlisten werden auf Facebook geteilt, mit Hashtags versehen und als Dialoggrundlage in der Facebook-Gruppe genutzt. Eine kleine Aktion, die dennoch mehr Interesse weckt und stärker auf die Imagebildung eines Arbeitgebers einzahlt, als ein "Wir haben freie Stellen. Kommt ins Team!" 

Die Grundlage unserer Ideen sind die Workshops mit dem Kunden: Welche Vorteile bieten Sie als Arbeitgeber bereits an und welche neuen Vorteile könnten aus unserer beratenden Sicht sinnvoll sein, intern zu implementieren? Ziel ist es, ehrliche und spannende Storys zu entwickeln, die mit kreativen Maßnahmen die Vorteile des Arbeitgebers in Szene setzen. Oft sind es einfache Dinge, die ein Arbeitgeber schnell und mit kleinem Budget umsetzen kann.
Stefan Herbert Berater Personalmarketing

Social Media beginnt in der Offline-Welt

Kaffeeklatsch im Wohnzimmer

Wir haben für ASPIDA einen ungewöhnlichen Messestand konzipiert, denn es heißt AUFFALLEN zwischen der Vielzahl an durchgestylten Hochglanz-Messeauftritten. Der ASPIDA-Stand ist dabei als Wohnzimmer hergerichtet (Tapete, Fußboden, Bilder, Pflanzen, großer Tisch, Kaffee und Kuchen). 

Hier kann nicht nur mit Mitarbeitern gesprochen werden, sondern eben auch direkt mit den Bewohnern. Man kann mit den Senioren einfache Brettspiele spielen oder „Stadt-Land-ASPIDA“. 



Auf diesem besonderen Messestand wird bereits im Vorhinein auf Facebook aufmerksam gemacht, inklusive dem Angebot: »Wer nicht bei der Messe dabei sein kann, darf hier seine Fragen schreiben, die am Messetag durch Bewohner und Mitarbeiter im Facebook-Kanal beantwortet werden«. 

Darüber hinaus wird im Vorfeld die Lokalpresse informiert, den Messestand der besonderen Art zu besuchen. Im Nachgang wird der Presse Video und Fotomaterial zugeschickt.

Die Senioren sitzen am Stand in ihren Sesseln. Daneben sind „Fähnchen“ ("Können Sie mir bitte mal einen Kaffee einschenken?« oder »…diese Postkarte vorlesen.«) montiert, die während der Messe getauscht werden können. Das lockt Menschen an den Stand, gemeinsam können sie über das Leben sprechen und werden dann von den Mitarbeitern „abgefangen“ und zu einer Bewerbung motiviert. 

Virale Verbreitung in der Konzeption bedenken

Im Rollstuhl fährt eine Seniorin über das Messegelände und findet den Stand von ASIPDA nicht; sie bittet um Hilfe; jemand soll sie zur richtigen Standnummer kutschieren. Dieser oder diese jemand wird aufmerksamkeitsstark und mit einer Urkunde  (»Sozialkompetenz bewiesen. Das könnte Ihr neuer Job sein!«) am Stand begrüßt.

Die Aktion wird fotografiert und professionell gefilmt. Der oder die Helfer/in wird gefragt, ob er/sie das Foto per WhatsApp erhalten möchte. Das Foto von der Aktion wird inklusive einer digitalen Postkarte über die Chat-App geschickt. Das Foto kann an Freunde weitergeschickt werden kann: »Schau mal, was mir heute passiert ist. Ich hab meine Kompetenz als Pfleger entdeckt!«

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